
Der Karneval der Tiere am Kant
Vor einem halbem Jahr entstand bei den 26 Schülerinnen und Schüler des Basiskurses Musik des Kantgymasiums, unterrichtet von Frau Ute Hüffmann, die Idee, die von dem französischen Komponisten Camille Saint-Saëns komponierte Suite „der Karneval der Tiere“ aus dem Jahre 1886 in einer freien Version aufzuführen.
Nach dem Weihnachtskonzert und der Klausur wurde im Januar im Unterricht intensiv geprobt. Die Abiturienten übten auf den unterschiedlichen und teilweise nicht von dem Komponisten vorgesehenen Instrumenten die Musik ein, arrangierten selbst eine Jazz-Version der „Schildkröten“, schrieben die Zwischentexte und gestalteten die Plakate, die den Abend begleiteten. Nach freiwilligen Zusatzproben auch an Samstagen fand am Montagabend die erste Aufführung statt.
Der Moderator las zunächst die Hintergründe der Entstehung des Werkes vor: Camille Saint-Saëns wirkte als Pianist bei der Uraufführung selbst mit, ließ das Werk zu Lebzeiten aber nicht veröffentlichen, weil er mehrere Kollegen zitiert und parodiert hatte.
Danach folgte der königliche Marsch, wobei das Löwengebrüll trefflich und sicher imitierten wurde. „Hühner und Hähne „zeterten“, vorgestellt von den Streichern, über die Bühne, das „Kikeriki“ der Hähne imitierten die Klaviere dazu.
Die zwei Klaviere präsentierten auch in rasendem Tempo über 4 Oktaven durch schnelle Läufe die „Halbesel“ auf perfekte Weise.
Die Schildkröten wurden in einer Jazzversion sehr schön porträtiert. Die Musik basiert auf Offenbachs „Can-Can“, wobei der „Can-Can“ allerdings der Zeitlupe zum Opfer gefallen ist.



Alle weiteren Sätze, wie der Elefant, der als Parodie zum Sommernachtstraum von Felix Mendelssohn-Bartholdy vertont ist, den Känguurus mit ihren hüpfenden Sprüngen, dem Aquarium mit den hier eingesetzten Glockenspielen, den Persönlichkeiten mit den langen Ohren, die als Esel mit Hut gezeichnet wurden, der Kuckuck aus der Tiefe des Waldes, wobei die Altflöte mit dem Ruf des Kuckucks von einem Chor unterlegt wurde, der Schwan, von Violoncello solo dargestellt und von 2 Klavieren begleitet und vor allem die Pianisten: alle Sätze wurden von den Schülerinnen und Schülern meisterhaft, wirkungsvoll und vor allem mit viel Freude und Engagement vorgetragen.
Und zwischen jedem Satz wurde vom Sprecher sehr verständlich und überzeugend die Einführung in das nächste Stück verlesen.
In dem Finale haben hörbar alle zuvor einzeln präsentierten Tiere noch einmal einen kurzen Auftritt: Die Zuhörer erklatschten sich das Finale nochmal als Zugabe: ein grandioser und beglückender Abend!
Das gelungene musikalische Programm wurde durch liebevoll gestaltete Bilder und einem kulinarischen Rahmenprogramm abgerundet.
Frau Vera Mück
Poster: Hannah aus der Kursstufe, Fotos: Noah aus der Klassenstufe 10

